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Steuerfreibeträge richtig nutzen: So geht's

Wird für den Nachwuchs ein Fonds-Sparplan angelegt, so benötigen die Eltern zuerst einmal ein Depot. Wird beispielsweise das Consors Junior Depot im Namen des Kindes eröffnet, so gehören die Aktien - auch aus rein rechtlicher Sicht - dem Nachwuchs. Verwaltet wird das Vermögen aber von den Eltern. Erst bei Volljährigkeit hat das Kind dann auch das Recht, selbständig über das Vermögen zu bestimmen. Zu beachten ist auch, dass Eltern, die ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnet haben, steuerliche Vorteile genießen.

Wenn die Eltern zu den Vermögensverwaltern werden

Das Vermögen muss vom Anleger zwar nicht versteuert werden, jedoch aber die Zinserträge und die Dividenden. Der Sparer-Pauschbetrag liegt derzeit bei 801 Euro - das heißt, nur jene Summe, die die Höchstgrenze von 801 Euro übersteigt, wird am Ende versteuert. „Natürlich kann man Steuern sparen, wenn man im Namen des Kindes ein Depot eröffnet. Jedoch muss man das Geld auch auf die Kinder übertragen, da ansonsten die Finanzbehörde hellhörig wird“, so Isabel Klocke (Bund der Steuerzahler). Eltern dürfen das Geld der Kinder solange verwalten, bis diese das 18. Lebensjahr erreicht haben - sie sind somit die Vermögensverwalter. „Das Geld darf, wenn überhaupt, nur für den Nachwuchs verwendet werden. So etwa, wenn es um den Führerschein für den 17-Jährigen geht“, weiß Klocke. Damit etwaige Schwierigkeiten schon im Vorfeld aus dem Weg geräumt werden, sollten die Eltern eine Verfügungsbefugnis im Sinne des elterlichen Sorgerechts besitzen.

Der Grundfreibetrag liegt im Jahr 2019 bei rund 9.000 Euro

Besitzt das Kind keine sonstigen Kapitalerträge, so können die Eltern eine Bescheinigung auf Nichtveranlagung bei der Finanzbehörde einreichen. Auch den Kindern steht ein Grundfreibetrag zu. Dieser beträgt im Jahr 2019 um die 9.000 Euro. Im Idealfall sind - sofern weitere Freibeträge, wie etwa der Sparer-Pauschbetrag, berücksichtigt werden - 9.969 Euro/Kind möglich. Ab dem Jahr 2020 sind Erträge bis maximal 10.209 Euro steuerfrei. Dazu zählen auch Einnahmen aus Verpachtung, Vermietung, eine Ausbildungsvergütung oder auch das Gehalt.

Bei Bafög: junior depot prämie

Absolviert das Kind ein Studium und bezieht BAföG, so muss unbedingt berücksichtigt werden, dass das Vermögen bei maximal 7.500 Euro liegen darf. Ist das Vermögen jedoch höher, so verliert der Nachwuchs den Anspruch auf die Förderung.



Herzlichst, Ihr

Seppo Plattner

PS: Tatsächlich habe im Laufe der Bearbeitung auch mit anderen Mitarbeitern gesprochen, die Frau Finke in Sachen Höflichkeit und Kompetenz in nichts nachstanden. Trotzdem bleibe ich - Sie wissen schon...